Musiktheater am Delbrücker Berufskolleg übertrifft Erwartungen

Sieben Frauen stehen auf einer Bühne. Die Frauen sind verkleidet wie Disneyfiguren, unter anderem als Vaiana, Rapunzel, Pocahontas, Arielle und Tinkerbell. Daneben sitzt ihr Lehrer auf einer Kiste. Als sie das Schuljahr begannen, hatten sie keinerlei Theatererfahrungen. Jetzt, ihr erstes Musiktheaterstück später, können sie sich fühlen wie Stars. Die angehenden Erzieherinnen am Kolping-Sozial-Berufskolleg Delbrück haben ihr selbstgeschriebenes Stück „Aufs Floß und los – die Reise zum geheimen Vermächtnis“ den Erst- bis Drittklässler*innen der benachbarten Grundschule vorgespielt. Das 20-minütige Abenteuer von Vaiana, Rapunzel, Arielle, Pocahontas und Tinkerbell hat eingeschlagen wie eine Bombe. Nach der Aufführung wurden die Darstellerinnen belagert, umarmt und umschwärmt von ihren kleinen Fans – gefehlt haben nur noch Autogrammwünsche.

Besonderes Angebot für Delbrücker Berufsschüler*innen

Zwei schwarze Stühle mit Holzrahmen stehen sich auf einem grauen Teppich gegenüber. Prüfungsängste, Schlafschwierigkeiten, Konzentrationsschwächen oder Motivationsprobleme? Themen, die viele Schüler*innen bewegen. Im individuellen Lerncoaching finden sie am Kolping-Sozial-Berufskolleg Delbrück bei Robert Raddatz jetzt eine Anlaufstelle. Der Lehrer bietet den Berufsschüler*innen in seinen Sitzungen an, lösungsorientiert an ihren Problemen zu arbeiten – ein Alleinstellungsmerkmal für das Delbrücker Berufskolleg.

Ein offenes Ohr für die Besucher*innen

Eine Lehrkraft befindet sich auf der Delbrücker Ausbildungsmesse im Gespräch mit einer Besucherin. Viel Andrang, interessierte Besucher*innen und intensive und lange Gespräche: Das Resümee zur Delbrücker Ausbildungsmesse fiel am Stand des Kolping-Sozial-Berufskollegs Delbrück gut aus. Ein großer Zuschauerstrom drängte sich bereits zu Beginn der Veranstaltung durch die Delbrücker Stadthalle und sorgte auch am Stand des Kolping Berufskollegs teils zu kleinen Warteschlangen. Die Schüler*innen – vielfach in Begleitung ihrer Eltern – hatten vielmals sehr differenzierte Fragen zu den Bildungsgängen mitgebracht. Aufmerksam machen konnte die Schule in diesen Gesprächen nicht nur auf ihre schon gelebten Standortvorteile, sondern auch auf einen weiteren geplanten Pluspunkt.

Spielerisch, sinnlich und klanglich

Sieben Personen versammeln sich in einem Klassenzimmer um ein Pult, auf dem ein mit einer Lichterkette beleuchtetes Kamishibai steht. Einige halten Bildkarten in der Hand. „Wir sind selbst wieder ein bisschen Kind“ – lachend, etwas aus der Puste und „Aaramsamsam“-Ohrwurm-infiziert verfolgen die Schüler*innen das Duell zwischen den Finalist*innen. Die beiden umkreisen lauernd zu den Klängen des Kinderliedermix den letzten übrig gebliebenen Stuhl ihrer „Reise nach Jerusalem“. Der anfänglichen Zurückhaltung ist schnell die Erkenntnis gewichen, wie viel Spaß es macht zu spielen. Aber auch, dass man das Spieleanleiten noch üben muss. „Alte Spiele neu entdecken – gewürzt mit einer Prise Achtsamkeit“ – unter diesem Motto erarbeiteten sich die Auszubildenden des Kolping-Sozial-Berufskollegs Delbrück ein Spielerepertoire. Nicht nur für ihren künftigen Berufsalltag, sondern auch für einen Mitmachparcours für die Gäste am Tag der offenen Tür. Beim Schnuppertag gab es Kostproben aller vier Gruppen der vorangegangenen Projektwoche.

Ein Schatz für das spätere Berufsleben

Eine Gruppe von sieben Personen hat sich in einem Dachgeschossraum im Halbkreis zum Musizieren zusammengesetzt. Ein Mann mit Gitarre wird von den anderen mit unterschiedlich farbigen Boomwhackers begleitet. Eine Frau spielt Cajón. Musiktheater steht bei den angehenden Erzieher*innen am Kolping-Sozial-Berufskolleg Delbrück auf dem Stundenplan. Wie sie dadurch zu Expert*innen für „musisch-ästhetische Bildung“ oder für „Bewegung“ werden, liegt auf der Hand. Doch die Klasse von Musik- und Sozialpädagogiklehrer Robert Raddatz möchte den Beweis antreten, dass Musiktheater noch mehr vermitteln kann. „Mathematische“ und „ökologische Bildung“ und „Körper, Gesundheit und Ernährung“: In diesen Bildungsbereichen möchten die elf Schüler*innen zusätzlich profitieren. „Die Erfahrungen aus dem Musiktheater können ein großer Schatz werden für ihren späteren Berufsalltag“, sagt Raddatz, der im ersten Erzieherausbildungsjahrgang am Delbrücker Berufskolleg mit seinem innovativen Projekt gestartet ist. Ende des Schuljahres möchte der Kurs eine Bühne mit Leben füllen – mit einem 20-minütigen Musical. Ein Sprung ins kalte Wasser – für Schüler*innen und Lehrer.

Oktopusse und Hexen bereichern die „Abenteuerpause“

Vier Frauen stehen vor einem Grundschulgebäude hinter einem Aufsteller mit der Aufschrift "Abenteuerpause". „Ihr seid 30 Sekunden zu spät“, schallt es den drei angehenden Kinderpflegerinnen vom Schulhof des Grundschulverbunds Westenholz-Hagen (KGS) entgegen. Und schon haben die ersten Grundschüler*innen ihre Arme um die Schülerinnen des benachbarten Kolping-Berufskollegs geschlungen. Sehnsüchtig haben sie ihre „Spielkameradinnen“ für die Pause erwartet. Das Projekt „Abenteuerpause“ – eine Kooperation zwischen Grundschule und Kolping-Sozial-Berufskolleg Delbrück – wird mit Begeisterung aufgenommen.